Das Dorfmuseum Bargen

Mit Hilfe der Gemeinde ist es dem Bürgerverein in den Räumen im alten Rathaus möglich, einen Teil des Alltaglebens der zurückliegenden Generationen zu erhalten. Historische Informationen und Replikate der Grabfunde das der fränkischen Zeit lassen jung und alt einen Blick in die Geschichte des Kraichgaudorfes offen. In den Unterricht integriert, haben schon die jüngsten Bargener die Möglichkeit ihre Geschichte hautnah zu erleben. An den offenen Tagen finden dann Besucher aller Altersklassen den Weg in die Vergangenheit.
Heute finden sich im Bargener Dorfmuseum Gegenstände aus Hof und Küche, aus der Küferwerkstatt ebenso wie als der Landwirtschaft. Die zahlreichen Bilder aus rund 100 Jahren vermitteln einen tiefen Einblick in die Entwicklung des 1200-Seelen-Dorfes.

30 Jahre Dorfmuseum Bargen

Schon Ende 1982 nahm der Bürgerverein die Ausrichtung auf Heimatforschung im weitesten Sinne in die Vereinsarbeit auf. Als Leiter dieser Arbeitsgruppe wurde Wolfgang Strauß gewählt.

 

Das erste Ergebnis dieser Arbeitsgruppe war die viel beachtete, gelungene Foto-ausstellung im März 1983 mit alten Bildern über Bargen. Diese Bilderaus-stellung wurde über drei Jahrzehnte hinweg immer Anziehungspunkt am Kerwe-sonntag oder bei Jahrgangs- und Klassentreffen. Nach dieser Fotoausstellung war klar, dass Räumlichkeiten für die Archivierung oder einer Dauerausstellung fehlten.

 

Durch den  Vortrag von Dr. Koch über die fränkischen Reihengräber von Bargen, aus der Merowinger Zeit, wurde  bewusst, dass wir  ein geschichtliches Allein-stellungsmerkmal im nördlichen Kraichgau haben.

 

Für den Bürgerverein wurde dadurch die Heimatpflege, die Ortsgeschichte an-schaulich darzustellen, eine Aufgabe, die seinem Vereinsziel entsprach.

 

Zusammen mit dem Ortschaftsrat  und mit Unterstützung des Gemeinderats fand man 1986 einen Raum der geeignet war,  ortsgeschichtliche Ausstellungsstücke auf-zunehmen.

 

Vom Volksbad zum Dorfmuseum

 

Die beiden Räume des ehemaligen "Volksbades" in der Grundschule waren ungenutzt. Hierin konnten die Bargener Bürger lange Jahre zur Körperpflege ein Wannenbad nehmen oder duschen. In  zwei Jahren mit viel freiwilliger, ehrenamtlicher Arbeit wurde es zum Dorfmuseum umgebaut. Im Herbst 1986 war es geschafft, das Museum konnte eröffnet werden.

 

 

Schließlich war es die Bereitschaft vieler Bargener, Gegenstände des     täglichen Gebrauchs aus vergangenen Tagen  dem Museum zu über lassen. So entstand  der volkskundliche Teil mit den in Bargen aus-geübten Berufen wie dem Schmied, Küfer, und der Land- und Forstwirtschaft. Auch die im Zusammenhang dargestellte Haus-wirtschaft hat ihren Platz bekommen.


Erweiterung des Dorfmuseums in der Grundschule

Willi Möhler bei Begutachtung der Erweiterungsräume
Willi Möhler bei Begutachtung der Erweiterungsräume

Durch die Installation eines Erdtanks für die Grundschule wurde 2000 der ehemalige Kohle- und Heizölkeller frei. Mit Zustimmung und finanzieller Unterstützung von Gemeinde- und Ortschaftsrat war es möglich das Museum um einen weiteren Raum zu vergrößern, der dann den geschichtlichen Teil aufgenommen hat.

 

Die Museumskonzeption

 

Die Bezeichnung Dorfmuseum wurde deshalb gewählt, weil man in der räumlichen Enge von 50 m² Aus-stellungsfläche hauptsächlich die Kultur- und Heimatgeschichte des 1200 Jahre alten Kraichgaudorfes Bargen darstellen wollte.

In einer Dauerausstellung ist der geschichtliche Teil zugeordnet. Hier sind alte Akten, Karten, Originalurkunden sowie die Darstellung zum fränkischen Gräberfeld Bargen aus dem  7. Jahrhundert zu sehen.

Im volkstümlichen Teil werden  alte Gegenstände möglichst im ganzheitlichen Zusammenhang dargestellt. Es soll ein aussagekräftiges Archiv über die Lebensverhältnisse  unserer Vorfahren sein, wobei ein Mittelweg zwischen Wissen-schaftlichkeit und Liebhaberei gewählt wurde.

 

Neueröffnung des Dorfmuseums am Kerwe Sonntag 2012

 

Die bisherigen Räume des Dorfmuseums in der Grundschule mussten vorrangig für schulische Zwecke bereitgestellt werden. Im alten Rathaus fand man 2012 geeignete Räume, für ein neues Domizil.

 

 

 

 

Bargen im Wandel der Zeit

Situationsplan 1832 zur Planung des Friedhofs

ein virtueller Spaziergang

Luftbild 20008