25 Jahre Jubiläum

Der Bürgerverein Bargen feierte am Bargener Kerwewochenende seine 25-jährige Vereinsgeschichte. Besonders erfreulich war das zahlreiche Interesse am sicher abwechslungsreichen Jubiläumsabend in der Bargener Turnhalle. Zu Beginn des Programms stimmten Martin und Lucienne Seitz mit einem Musikstück für Geige und Klavier auf den Festabend ein. Dieser Auftakt war ganz bewußt gewählt, stand schließlich die Beschaffung dieses Klaviers am Anfang der Vereinsgeschichte. Mit seinem virtuellen Spaziergang durch Bargen, unter dem Titel "Bargen im Wandel der Zeit" ließ Wolfgang Strauß die Vergangenheit mit einer Computer- Bildpräsentation auf einer Großleinwand wieder aufleben. Dabei  wurden offenbar bei vielen anwesenden Gästen alte Erinnerungen geweckt.

In Reimen und in Mundart skizzierte Alfred Götz die "fimfezwonzich Johr"  (25 Jahre) Bürgerverein Bargen. Von den Anfängen mit dem Klavier, der Tischtennisplatte, das Keybord für die Grundschule, Computerkurs, Vereinsfahne, Theatergruppe, Seifenkistenrennen, Gemarkungswanderungen, Pflanzaktionen, Schaffung von Biotopen, Mitwirkung bei der 1200-Jahr-Feier, Straßenfeste, Fotoausstellung, Heimatbuch bis hin zum Dorfmuseum wurde

die Vereinsgeschichte beschrieben. Die Ausführungen hat Alfred Götz wurden mit dem Satz beendet " I hoff, ihr gebd mer jez all recht: for ä Verdel-jahrhundert isch des net schlecht". Auch die zum Vereinsjubiläum herausgegebene Festschrift hat eindrucksvoll das breite Spektrum der Vereinsziele und die Vereinsarbeit der vergangenen 25 Jahre dargestellt. In der "Muddersproch" trug Elfriede Häfner das Gedicht "Mei aldes Barge" vor. Von der Kinderschul, dem Schulbrunne, dem Milchheisle, dem Chrischdbergund dem Schlongewegle, dem Kinderschulweldle in de Hundshecke war da die Rede. Der Männergesangverein "Eintracht" mit den Chorleitern Horst Aldinger und Helmut Kutzer und der katholische Kirchenchor mit der Chorleiterin Maria Kaltwasser haben diesen Jubiläumsabend durch ihre heimatlichen Liedvorträge besonders bereichert.

 

Am Kerwesamstag stand das Fränkische Gräberfeld von Bargen im Mittelpunkt. Der Bürgerverein hatte sich entschlossen , vor der Grundschule, eine Gedenktafel

zu platzieren die an die Grabfunde an dieser Stelle aus dem 6. Jahrhundert erinnern soll. Beim Bau der Schulstraße wurde 1952 dieses Gräberfeld entdeckt. Durch die zahlreichen Grabbeigaben wie Waffen, Schmuck, Hausratsgegenstände konnten die Wissenschaftler dieses Gräberfeld näher zuordnen. Das Buch von Dr. Ursula Koch von 1982 "Die fränkischen Gräberfelder von Bargen und Berghausen in Nordbaden bietet dem Bürgerverein eine hervorragende Grundlage für die Darstellung im Dorfmuseum Bargen. Als eine vorbildliche Gemeinschaftsarbeit und als Zeichen einer funktionierenden Dorfgemeinschaft kann die Unterstützung durch den Obst- und Gartenbauvereins gesehen werden, der im Umfeld der Gedenktafel die gärtnerische Neugestaltung übernommen hat. Auch dem MRS Greiferbau Helmstadt sei an dieser Stelle gedankt für seine materielle Unterstützung zum Aufbau der Gedenktafel.

 

Am sonnigen Kerwesonntag haben sich überraschend viele für einen Besuch im Bargener Dorfmuseum, das seit 20 Jahren im Grundschulgebäude untergebracht ist, entschieden. Außer den Darstellungen im volkskundlichen Teil des Museums mit dörflichen Berufen, den Präsentationen im geschichtlichen Teil mit dem fränkischen Gräberfeld war wieder einmal die Bilderausstellung, die erstmals 1983 zu sehen war, von großem Interesse.